Schambeinentzündung mit Massagepistole behandeln

Schambeinentzündung mit Massagepistole behandeln

Eine Schambeinentzüdung ist eine ziemlich schmerzhafte und langwierige Verletzung. Vor allem Fußballspieler, aber auch Leichtathleten, Tennisspieler und Jogger leider oft darunter. Die Ursache dieser Verletzung ist oft auf ein Trauma zurückzuführen: ein minimaler Einriss in der Leiste, eine Zerrung der Adduktorenmuskulatur, oder auch ein Leistenbruch können die Ursache sein. Gleichzeitig kann das Problem durch anatomische Voraussetzungen und mangelnde Stabilität der Pelvis (des Beckens) begünstigt werden. 

Diese Verletzung erwischte mich im Dezember 2018. Bei Sprungläufen nach dem Laufen fuhr mir urplötzlich ein stechender Schmerz in die Leiste. Anfangs waren die Schmerzen in der Leiste auszuhalten, jedoch wurde es zunehmend schlechter. Nach einigen Tagen Laufpause nahm ich das Training wieder auf, ohne dass sich eine deutliche Besserung eingestellt hatte. 

So ging es für einige Wochen. Ich schleppte mich durch das Training mit schmerzender Leiste und wusste nicht so recht, was diese Schmerzen auslöste. Auch ein Ultraschall brachte keine Klarheit. Trotzdem brachte ich 10 Wochen solides Training hinter mich und konnte beim Wien Marathon 2019 eine für mich enttäuschende 2:18h im Marathon ins Ziel bringen. Auch nach einigen Wochen Laufpause waren die Schmerzen in der Leiste deutlich zu spüren, wenn auch im Hintergrund und dumpfer als zuvor. 

Imm Oktober 2019 zog ich dann die Reißleine. Die Schmerzen waren einfach zu groß. Ich ließ ein MRT machen und die Diagnose war klar: Osteitis Pubis. Auf deutsch: Schambeinentzündung. Meine chronisch verkürzten Bauchmuskeln und Adduktoren hatten dafür gesorgt, dass sich an der Symphyse (knorpeliger Spalt im Becken) ein Knochenmarksödem (Ermüdungsbruch) entwickelt hatte. Eine Laufpause von mindestens sechs Wochen war unausweichlich. Diese sechs Wochen wurden letzendlich zu zwölf Wochen, bevor ich zur Jahreswende 2019/2020 wieder erste Laufversuche starten konnte.

Neben der Kräftigung der unteren Extremitäten und Übungen zur Verbesserung der Stabilität und Balance ging es vor allem auch darum, die Muskelspannung in den Adduktoren und Bauchmuskeln zu verringern. Nur so konnte das Knochenmarksödem in nachhaltig verheilen. Beide Stellen sind im Prinzip unmöglich mit der Faszienrolle zu erreichen und Dehnung war in dieser Phase noch zu schmerzhaft. 

Glücklicherweise hatte ich mir zu diesem Zeitpunkt bereits meine erste Massagepistole gekauft. Mit dieser schaffte ich es, auch die festen Adduktoren zielgenau zu bearbeiten und somit einen besseren Effekt als bei der klassischen Dehnung zu erreichen. Ich führte diese Selbstmassage mit der Massagepistole täglich bis zu dreimal durch, vor allem bei der Erwärmung vor dem Training und zur Nachbereitung im Anschluss. Auf diese Art und Weise konnte ich die Spannung nach dem Training effektiv verringern. Dazu nutzte ich vor allem den großen runden Massageaufsatz. Er ist perfekt für große Muskelgruppen wie die Adduktoren und Bauchmuskeln.

Die Intensität der Massage lässt sich dabei individuell anpassen und steigern: von einer leichten aktivierenden Massage bis hin zu einer intensiven Massage zum Lösen von Triggerpunkten. Auch die Bauchmuskulatur ließ sich mit meiner Massagepistole hervorragend erreichen. Vorher war es mir unmöglich, hier nachhaltig die Muskelspannung zu verringern. 

Auch nachdem die Schambeinentzündung überwunden wurde, massiere ich noch regelmäßig meine Bauchmuskeln und Adduktoren. Dank des Einsatzes meiner Massagepistole ist meine Schambeinentzündung heute kein Problem mehr. Wenn auch du Probleme mit Muskelkater, Verspannungen, Triggerpunkten, oder auch verkürzten Muskeln hast, empfehle ich dir zweimal täglich eine Massage mit unseren Massagepistolen. Am besten fällt die Massage vor dem Training etwas sanfter aus (eine gewisse Muskelspannung ist hier erwünscht). Am Abend kannst du dann gezielt deine Schmerzpunkte bearbeiten und ruhig etwas intensiver massieren.

Mir persölich gefällt bei großen Muskelgruppen wie den Adduktoren und Bauchmuskeln eine Massage von etwa 30 Sekunden mit einem großen Massageaufsatz. Diese kann mit kurzen Pausen gern 3-4x wiederholt werden. Kleinere Triggerpunkte sollten für nicht mehr als 30 Sekunden mit einem kleinen Aufsatz intensiv, aber nicht mit Gewalt gelöst werden.

Falls auch du Probleme mit einer Schambeinentzündung hast, oder auch gern deine eigenen Erfahrungen teilen möchtest, lade ich dich ein, diese in den Kommentaren mit uns zu teilen. 

#recoverlikeapro


2 Kommentare

  • Philipp Baar

    Hallo Marcus, danke für deinen Kommentar. Das tut mir Leid zu hören. Tatsächlich plage ich mich auch schon seit einigen Zeit mit einer lästigen Reizung der Achillessehne rum und sitze gerade an einem Artikel dazu. Ich hoffe, dass dir der Artikel etwas helfen wird. Ich werde dort den Verlauf meiner eigenen Reha schildern. Viele Grüße und gute Besserung!

  • Marcus

    Danke für den Interessanten Artikel und den Einblick in den Verlauf und die Behandlung. Ich hoffe es kommen noch weitere Artikel über die Stärken und Anwendungsgebiete deiner Produkte.

    Ich, selbst als Freizeitläufer auf der Langstrecke unterwegs, leide nun schon den dritten Monat an einer lästigen Entzündung der Achillessehne und ich schätze, dass ich auch noch eine ganze Weile damit kämpfen werde. Da Übungen, Blackroll, Dehnen & Co nur langsam zu helfen scheinen, überlege ich mir nun eine Massagepistole für u.a. die Wadenmuskulatur zuzulegen.

    Vielleicht gibt es mal eine Artikelserie darüber, wie sich die verschiedenen Pistolen unterscheiden und somit die Entscheidungsfindung zu vereinfach.

    Besten Dank und viel Erfolg mit deinen Produkten, Marcus.


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